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Glossar · KI-Technologien

Deepfake

KI-gestützt manipulierte oder erzeugte Medieninhalte

Deepfakes sind mit Methoden des maschinellen Lernens manipulierte oder künstlich erzeugte Bild-, Video- oder Audioinhalte, die echte Personen oder Ereignisse vortäuschen. Sie lassen sich nicht in jedem Fall zuverlässig erkennen.

Erklärung

Der Begriff verbindet „Deep Learning“ und „Fake“. Deepfakes können Gesichter in Videos austauschen (Face Swapping), Stimmen nachbilden (Voice Cloning) oder komplette Szenen erzeugen. Je nach Verfahren und Qualitätsanspruch ist der Aufwand sehr unterschiedlich. Einfache Manipulationen sind mit frei verfügbaren Werkzeugen möglich, besonders überzeugende Ergebnisse erfordern mehr Ausgangsmaterial, Rechenleistung und Nachbearbeitung.

Deepfakes sind nicht grundsätzlich betrügerisch. Sie werden auch in Film, Unterhaltung, Barrierefreiheit oder Forschung eingesetzt. Zum Problem werden sie, wenn Dritte über die Identität oder die Aussagen einer Person getäuscht werden, zum Beispiel bei einer vorgetäuschten Videokonferenz mit einer Führungskraft.

Die Erkennung ist anspruchsvoll. Auffälligkeiten wie unnatürliche Mimik, Lichtfehler oder Artefakte beim Sprechen können Hinweise sein, fehlen aber bei hochwertigen Fälschungen. Automatisierte Erkennungsverfahren liefern Wahrscheinlichkeiten, keine Gewissheit. Ein Befund „keine Auffälligkeiten“ beweist daher nicht die Echtheit.

Typisches Beispiel (schematisch)

In einer kurzfristig angesetzten Videokonferenz scheint die Geschäftsführung eine vertrauliche Zahlung anzuweisen. Bild und Stimme wirken vertraut, der Anlass ist plausibel. Tatsächlich sind beide synthetisch erzeugt oder in Echtzeit verändert.

Bedeutung für Forensik und Ermittlungen

Untersucht werden können Herkunft und Metadaten einer Datei, Aufzeichnungen von Besprechungen, Protokolle von Konferenzsystemen, Teilnehmerkonten und der Zeitablauf. Hinzu kommen Verfahren der Medienanalyse. Auch Herkunftsnachweise wie Content Provenance können helfen, beweisen aber nicht automatisch die Wahrheit des Inhalts.

Erkennung und Prävention

Entscheidend ist, die Identität nicht allein am Eindruck von Bild und Stimme festzumachen. Anweisungen mit finanziellen oder sicherheitsrelevanten Folgen sollten über einen unabhängigen Weg bestätigt werden (Out-of-Band-Validierung). Ein vorher vereinbartes Codewort (Familien-Codewort) kann im privaten Umfeld hilfreich sein.

Auch gesucht als Deep Fake, Deepfakes, KI-Fälschung, gefälschte Videos, manipulierte Videos, Deep-Fake

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Allgemeine Fachinformation: Dieser Inhalt ersetzt weder Rechtsberatung noch die Bewertung eines Einzelfalls oder eine forensische Untersuchung. Rechtliche Beratung und Vertretung erfolgen ausschließlich durch hierzu befugte Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte.

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